Studie: „Digital Disconnection“ hebt die Stimmung
Wer sein Handy einfach mal eine Zeit zur Seite legt – die Forschung spricht von „Digital Disconnection“, verbessert seine Stimmung.
Eine Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zeigt, dass der bewusste
Abstand von digitalen Medien zu besserer Stimmung führt. „Teilnehmende, die häufiger offline waren als üblich, berichten von einer besseren Stimmung, fühlten sich energetischer und anderen stärker verbunden“, fasst Wissenschaftlerin Alicia Gilbert zusammen. „Allerdings sind diese Zusammenhänge recht klein und verpuffen nach zwei bis drei Stunden.“
Die Studie gab allerdings keine digitalen Verbotszeiten vor. Stattdessen beobachtete sie, wie und in welchem Maße junge Menschen Digital Disconnection in ihrem Alltag bereits anwenden. Erfasst wurde nicht nur die komplette Abstinenz von Social Media, sondern auch kleinere Ansätze wie das Stummschalten von Benachrichtigungen oder das zeitweise Einschalten des Flugmodus. „Basiert die Digital Disconnection auf einer eigenen Entscheidung oder wird sie als solche wahrgenommen, ist der Benefit für das Wohlempfinden höher“, sagt Gilbert.