Digital oder analog? Für Handel ist „Passung“ entscheidend“
Händler investieren in App-Angebote und digitale Coupons, um Verbraucher enger an sich zu binden. Rabatte via Print sind allerdings längst nicht tot.
Am Trend für Konsumenten lässt NielsenIQ (NIQ) – früher war es der Nürnberger Marktforscher GfK - keinen Zweifel. Die Reise geht immer mehr in digitale Welten. Allerdings wissen die Konsumforscher auch, dass beim Shopping Papier längst nicht out ist. Die NIQ-Experten raten daher zur „Passung“ – also jeweils den richtigen digitalen oder gedruckten Kanal für die jeweilige Zielgruppe.
Denn trotz des digitalen Schubs bleibt der Papier-Handzettel der meistgenutzte Informationskanal für die Shopping-Vorbereitung. Drei Viertel der Kunden halten an der analogen Welt fest. Während jüngere Konsumenten zunehmend digitale Wege bevorzugen, greifen ältere Zielgruppen weiterhin vor allem zum klassischen Papierprospekt. Digitale Kontaktpunkte holen jedoch insgesamt auf: Fast jeder Zweite der Befragten informiert sich in der Händler-App. Unter den exklusiv Papier-Nutzenden sind 60 Prozent über 60 Jahre alt. Für die Kanalwahl der Händler bedeutet dies: den Traditionskanal weiter bedienen, digitale Kontaktpunkte ausbauen und Inhalte auf die Käufergruppen zuschneiden.