Dialogmarketing-Monitor 2026: Print-Mailings mit Multiplikatoreffekt
Alljährlich nimmt der Dialogmarketing-Monitor der Deutschen Post den Werbemarkt unter die Lupe. Demnach ist Print alles andere als tot.
Die Zahlen sprechen für sich: Die Wachstumsdynamik der Dialogmedien speist sich aus zwei Quellen. Zum einen stocken Unternehmen ihre Ausgaben um 300 Euro auf durchschnittlich 9.300 Euro auf. Zum anderen wächst die Nutzerbasis. Haupttreiber des Dialogmedien-Wachstums ist das Online-Marketing, das um
1,4 Milliarden Euro auf 19,9 Milliarden Euro steigt. Werbesendungen (Print-Mailings) stabilisieren sich auf 5,8 Milliarden Euro und behaupten ihren festen Platz im Mediamix.
Print-Mailings zeigen im Dialogmarketing-Monitor 2026 eine besondere Stärke. Das wird deutlich bei den Befragten, die zu postalischer Werbung positiv oder neutral eingestellt sind – 69 Prozent aller befragten Verbraucher. 87 Prozent dieses Segments schauen sich adressierte Werbesendungen an. Bei 66 Prozent werden die Print-Mailings auch von weiteren Personen im Haushalt angesehen. Adressierte Sendungen entfalten damit eine besondere Reichweite.
72 Prozent dieser Gruppe bewahren Werbesendungen so auf, dass sie im Sichtfeld verbleiben – ein Werbedruck, den digitale Medien kaum replizieren können.
Der Monitor zeigt auch, wie Künstliche Intelligenz (KI) den Werbemarkt verändert. Über zwei Drittel der befragten Unternehmen geben an, KI bereits zu nutzen oder deren Einsatz zu planen. Dabei nutzen 81 Prozent derjenigen, die KI bereits für postalische Werbung einsetzen, diese für die Texterstellung. Hier sehen die Unternehmen nicht nur den größten Mehrwert, sondern auch die höchste Kostenersparnis. Kritischer sehen das Thema die Verbraucher. Zwar sind mehr als ein Drittel KI in Werbetexten oder Werbebildern gegenüber grundsätzlich positiv oder eher positiv eingestellt. Aber vier von fünf Verbrauchern erwarten eine klare Kennzeichnung und 65 Prozent finden mit KI generierte Inhalte weniger vertrauenswürdig.