Allianz Trade-Studie: Extreme Hitze kostet Milliarden und lähmt Wirtschaft
Angesichts der Klagen über Bürokratie und Energiekosten wird gern übersehen: Auch der Klimawandel hat seinen Preis.
Extreme Hitze entwickelt sich zu einer wachsenden Belastung für die deutsche Wirtschaft. Laut einer Analyse des Kreditversicherers Allianz Trade könnten sich die wirtschaftlichen Verluste in Deutschland zwischen 2026 und 2030 auf insgesamt rund 131 Milliarden US-Dollar summieren, wenn sich die Hitzewellen des vergangenen Jahrzehnts wiederholen.
Für Unternehmen ist dabei die doppelte Belastung besonders problematisch: Steigende Temperaturen senken die Produktivität, während gleichzeitig die Energiekosten steigen. Investitionen gehen zurück und lähmen so das zukünftige Wachstum. Pro zusätzlichem Grad über 30 °C sinkt die Produktivität um etwa 3 %. Gleichzeitig steigen die Energiekosten um etwa 1,2 % pro Grad durch einen höheren Kühlbedarf.
Auch für den Staat hat die Entwicklung Folgen: Die jährlichen Steuereinnahmen fallen in Deutschland rund 0,7 % niedriger aus. Gleichzeitig steigen Ausgaben beispielsweise für Gesundheit, Infrastruktur und soziale Sicherungssysteme. Im Schnitt verschlechtert sich die Haushaltslage hitzebedingt um etwa 0,9 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Jahr.